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Vereinsreise...

... nach Colonia Agrippinensis anno 2009 im Monat des Julius Cäsar Wir waren in Köln, erinnert Ihr Euch? In unserer schnelllebigen Zeit ist die Frage gar nicht so abwegig und ich muß mich sehr anstrengen, unsere Erlebnisse zusammenzutragen.

Los ging es am 17.7.09 um 13.00 Uhr ab Parkplatz TSV. Was da an Fahrzeug um die Ecke kam – um uns aufzunehmen – war kein Bus sondern ein Büsle. Nun ja, wir waren ja auch nur 21 Fahrgäste, aber das war, was die Harmonie anbelangt, die Créme de la Créme. Chronologisch kriege ich die Reiseerlebnisse leider nicht mehr hin, aber ich werde versuchen meine grauen Zellen zu aktivieren. Also der Bus setzte sich pünktlich in Bewegung, und Erinnerungen an viele andere, frühere Bus fahrten wurden wach. Ein wohliges Gefühl der Geborgenheit empfand man in dieser Mitfahrergruppe und Freude auf die Erlebnisse der kommenden Tage. Die Busbar war schlecht bestückt, das haben wir früher schon besser erlebt. Diesmal war der Sekt süß und warm. Getrunken wurde trotzdem, die Gier treibts hinein. Die Pausen unterwegs nutzte ein Teil der Crew zum Pinkeln, der andere Teil zum Qualmen und der noch andere Teil merkte die Pausen gar nicht, man schlief einfach weiter. In einer Raststätte wollte unsere Gudrun etwas ganz besonders Liebes für uns tun, sie kaufte wunderschöne runde „Sahnetrüffel“. Wir bissen auch herzhaft hinein, verzogen dann aber das Gesicht und zweifelten kurzfristig an der Schmeckfähigkeit unserer Zungen …

Es waren Badeschaumkugeln mit denen sie uns unwissentlich fütterte!!! Weibliche Kamele, hab ich gehört, haben Schaum vor dem Maul wenn sie „rollig“ werden. Unser Hotel hieß „Eden Hotel Früh am Dom“ Dort haben wir dann am Ankunftstag abends auch gegessen. Tausende Leute wurden da abgefüttert. In Köln, das wussten wir aber schon vor Reiseantritt, war Lichterfest – ein gigantisches Event. Einmal im Jahr findet das statt, wird weltweit übertragen und ist ein bombastisches Ereignis. Köln hat ca. eine Million Einwohner, zu diesem Fest kommen dann noch eine Million Besucher dazu. Auf der Domplatte wiederhallte die Detonation des Feuer werks als fulminates Gedonner. Ich hoffte im Stillen, der Dom möge wissen, dass das Spektakel ein friedlicher Krach ist, denn von der Intensität des Getöses war das Gedonner des Bombardements im Zweiten Weltkrieges bestimmt ähnlich. Angeschaut haben wir uns den Dom natürlich alle mit Interesse und auch mit großer Ehrfurcht. Erfuhren wir doch, dass die Anfänge des Dombaus bis ins 4. Jahr hundert zurückreichen. Da er aus ziemlich brökkligen Material besteht, muss tagtäglich an ihm repariert, erneuert, zementiert und was weiß ich noch alles gearbeitet werden. In der sogenannten Dombauhütte sind ständig 80 Arbeiter be schäftigt. Allerdings dürften sie mit ihrer Ar beit am Dom niemals fertig werden, würde das aber doch geschehen, ginge, nach Auffassung der Gläubigen in Köln die Welt unter. Zwanzigtausend Besucher gehen täglich durch den Dom, ich finde die Zahl etwas hoch gegriffen aber die steht so auf meinem Spickzettel. Das viele CO2, das da ausgeatmet wird und der Geruch von Weihrauch!! Ich suchte das umstrittene Bleiglasfenster von Gerhard Richter und fand es natürlich auch. Alles ist Geschmacksache. Mir gefällt’s. Es sieht aus als hätte das Jesuskind mit bunten Legobausteinen gespielt und sie nach dem Spielen nicht wieder aufgeräumt. Köln ist in der Zeit um Christi Geburt von den Römern gegründet worden als Colonia Agrippinensis. Wenn man sich überlegt, was von diesem klangvollen Stadtnamen übriggeblieben ist. Doof!! Die Geschichte der Stadt wurde uns von einem Stadtführer erzählt, der mit uns durch die Straßen latschte und fast sechs Brauereien oder deren Lokalitäten ansteuerte. 28 Sorten Bier gibt´s in Colonia erfuhren wir. Der Ausschank der Pfäffgenbrauerei befand sich direkt am Ostermannplatz. Der schrieb so ergreifende Lieder wie z.B. „Kölsche Mädche könne bütze“ Da ist Dir der Karneval mit „Kölle Alaaf“ doch ganz nah. Das Kölsch wird in verhältnismäßig kleinen Gläschen angeboten, es trinkt sich herrlich, ist kühl und süffig und vernebelt Dir ganz schön den Kopf. Düsseldorf schenkt Düssel-Alt aus, ich kann da geschmacklich keinen Unterschied feststellen. Zwischen Düsseldorf und Köln herrscht eine legendäre Rivalität, nicht nur wegen des Bieres, Düsseldorf ist 1200 Jahre jünger.

Weiter ging’s durch die Stadt. Überall Löcher in den Straßen. Köln baut sich eine neue U-Bahn. Für die Straßenunterführungsplaner ein schier auswegloses Problem, denn Du brauchst nur einmal in den Boden zu pieken, zack, landest Du auf den Ruinen der alten Römer. Historische Siedlungsreste und hypermoderne U-Bahn-Schächte lassen sich kaum miteinander vereinen. Über den Rhein in Köln, so berichtete unser Stadtführer weiter, spannt sich die meistbefahrene Eisenbahnbrücke der Welt. Sie heißt Hohenzollernbrücke und hat ihre eigene kleine Geschichte. Die Hohenzollernfürsten ließen die Brücke so ausgerichtet bauen, dass man bei der Einfahrt in Köln Hauptbahnhof optisch das Gefühl hat, der Zug führe direkt durch den Dom. Was sich Fürsten und andere adlige Typen so alles ausdenken, als ob die damals keine anderen Sorgen hatten. Unerlässlich ist natürlich auch der Gang durch die Gasse wo Millowitsch sein Hämeschetwater steht. Er selbst sitzt als bronzener Patriarch vor dem Eingang und lächelt goldbronzen den Besuchern entgegen. Schnell auf seinen Schoß gesessen! Schnell ein Bild gemacht – weiter!! Zwischen den Etappen der
Stadtbesichtigung musste auch mal gegessen werden.

Dank Günni Feller wurde fast pünktlich ein Lokal angesteuert. Immer wieder kam die bange Frage mit Blick gen Himmel auf: Draußen oder drinnen? Es regnete zeitweise ein wenig, fröstelnd meinte Christian Fluchtmann allerdings, dass das meiste Nass eh daneben ging. Am dritten und damit letzten Tag, ich erinnere mich, unternahmen wir eine Schiffsreise auf dem Rhein Richtung Rodenkirchen. Fragt mich nicht, wie weit das von Köln entfernt ist, ich weiß es nicht. Auf dieser Fahrt zog die Skyline von Köln an uns vorbei und wir erfuhren warum der Dom so einsam seine Türme in die Höhe streckt, es darf kein einziges Hochhaus in seiner Nähe gebaut werden. So, jetzt wisst Ihr das auch!

Dann fällt mir noch ein, dass es einen fernsehbekannten Kiosk in Köln gibt, den einige von uns besichtigten. Wer den Kölner Tatort sieht, wünschte sich bestimmt schon oftmals an diesem Kiosk eine Currywurst zu verspeisen. So, nun ist Schluss mit dem etwas holprigen Bericht. Ich kann weder Kultur noch kann ich Kölsch um die Beschreibung weiter auszudehnen.

Kölle Alaaf und ein Bützche
Eva

 
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