Genußlauf 2012

Wir können nicht nur Badminton spielen, wir können auch laufen oder Vorstandschaft „genüsslich” unterwegs!!! Bei einer Verwaltungssitzung brachte unser 2. Vorstand Armin Hilpert den Vorschlag ein, ob wir nicht Lust hätten an einem „Genusslauf“ in Müllheim teilzunehmen.

Armin hatte diesen Lauf letztes Jahr gemacht und war von der Atmosphäre und dem dazugehörigen Fest sehr angetan gewesen und meinte, dass würde echt viel Spass machen. Fest und Genusslauf hört sich gut an und so stimmten Kassier Andreas Lorch und ich zu, daran teilzunehmen. Winfried erklärte sich bereit uns zu fahren. Der Termin war ja auch noch so weit weg und noch genügend Zeit um sich auf einen Halbmarathon vorzubereiten. Irgendwann sagte uns Armin, dass wir angemeldet seien und ich schaute mal interessenhalber auf der Homepage nach Ergebnissen der letzten Jahre und so. Mit Entsetzen entdeckte ich das Streckenprofil des Laufes. 390 Höhenmeter zu überwinden und erst ab Kilometer 18 bergab!!! Eigentlich noch schlimmer als unser Ettlinger Halbmarathon und der ist schon heftig. Ein Zurück gab es aber nicht mehr und am Sonntag, den 29.04.2012 gings los.  Wir waren rechtzeitig da und konnten noch in aller Ruhe dem Fest auf dem Gelände zuschauen. Was gab es nicht alles zu sehen. Unheimlich viele verkleidete Läufer, Putzfrauen, eine Wikingergruppe, Seejungfrauen, die ganze Fußballnational­mannschaft und zwei alte Herren mit Rollatoren und den dazugehörigen Pflegepersonal. Es war köstlich dem Treiben mit Musik, Wein und Bier zuzuschauen. Kurz vor dem Start wurde noch ein professionelles Aufwärmtraining mit Animation durchgeführt und dann ging es los. Meine zwei Mitläufer wollten unbedingt, dass wir zusammen laufen und so mussten sie sich meinem Tempo anpassen. Da ich ein sehr langsamer Läufer bin und mir bergauf die Luft ausgeht, befanden wir uns recht schnell am Ende der Läuferschar wieder. Das Wort „Genusslauf“ konnte ich erst auch noch nachvollziehen, die Aussicht oben von den Weinbergen war herrlich, die Sonne strahlte, die Verpflegungsstände gut und unterwegs gab es immer wieder Musik­einlagen für die Läufer und alle Zuschauer applaudierten wenn wir vorbeiliefen (ich vermute vor Freude, dass jetzt auch endlich die Letzten kamen). Nach 13 Kilometer fast nur bergauf musste ich Armin doch einmal fragen, was er denn für eine seltsame Vorstellung von Genuss hat. Nach 16 Kilometer hätte ich am liebsten jemanden mit dem nächsten Baumstamm erschlagen, gefehlt hat alleine die Kraft dazu. Gott sei Dank, erreichte uns dann der „läuferische Besenwagen“.Ein sehr netter Mann mit Schürze und Besen, der mich dahingehend motivierte, dass wir nicht die ganz Letzten waren, sondern unter den letzten dreißig und vor allem der höchste Punkt des Laufes gleich erreicht war .Er versprach uns für den letzten Verpflegungs­punkt kulinarische Köstlichkeiten. Jeder ankommende Läufer wurde von den dort Anwesenden mit „La Ola“ begrüßt, und irgendwie war es schon seltsam, auf einmal hatten es die Läufer gar nicht mehr eilig, sondern veranstalteten dort gutgelaunt eine Party.  {mosimage}  Nachdem wir uns dort auch eine Zeitlang aufgehalten hatten, rollten wir noch die restlichen 3 Kilometer den Berg runter zum Ziel. Was waren wir dann am Zieleinlauf überrascht, dass wir gekürt und zur „Tafel der letzten Dreißig” geführt wurden, wo uns nebst Sekt ein 4-Gang-Menü gereicht wurde. Andreas und Armin haben ob des tollen Essens um die Wette gestrahlt und ich habe mich gefreut, dass die Beiden dafür, dass sie mit mir so langsam den Berg hochgekrebst sind eine besondere Belohnung bekommen haben. Ganz lieben Dank an Winfried, der uns hingefahren, der so lange auf uns gewartet hat und uns sicher wieder heimgefahren hat. Wie wäre es denn, vielleicht hat der eine oder andere Lust nächstes Jahr auch mitzumachen??? Christina